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By Hans-Peter Schwander

Dr. Hans-Peter Schwander ist Akademischer Rat an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Er lehrt im Bereich Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik am Institut für deutsche Sprache und Literatur.

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Er liebt in ihr ein vorgepragtes Bild. Sein Begehren ist nieht auf Besitz gerichtet, sondem auf die Schaffung von Nahe bei gleiehzeitiger Sicherung der Distanz. Die Ausbalancierung dieses widersprtichlichen Begebrens bedingt, daB die Beziehung nicht statisch ist, aber sieh auch nicht geradlinig entwickeln kann. Sie bildet ein 47 Tag- und Jahreshefte 1775-1780 (XI,619) 48 Einen giinzlich anderen Weg, einen Zusanunenhang zwischen dem Monodrama und der Satire herzustellen, beschreitet Astrid Lange-Kirchheim (Spiel im Spiel - Traum im Traum.

Mariane muB also sterben, was gleichzeitig ermoglicht, den letzten Rest von Zweifel an ibrer Moralitat zu tilgen56 , da die Hindemisse einer Verbindung mit Wilhelm nieht mehr aufrechterhalten werden mussen. Ihre aufopfemde Treue verleibt ibr postbum die Rechtfertigung, Wilhelms Liebe wert gewesen zu sein. 57 Der Ausgang - jabes Ende der kurzen Leidenschaft - ist yom Autor vorprogrammiert. Er laBt seinen Heiden in dieses Abenteuer der gefahrlichen Nabe stolpem und beruhigt die Leser durch den gelassenen Ton des Erzablers, daB ihrem jungen Freund schon nieht gleieh das Schlimmste widerfahren wird - sieh an eine Frau zu verlieren.

Vll,20) Das "kindische Gliick" einer "verstohlenen wolliistigen Furcht" erscheint in Wilhelms Liebe zu Mariane eben so wieder wie seine Vorliebe fUr Theater und verbergende "halb durchsiehtige Hiillen". (13) Seine Traurne dulden keine scharfen Konturen, keine unausweiehliche Realitiit, sie wOrden ibn nur daran hindern, seine tiefsten Wiinsche und Imaginationen auf Mariane zu iibertragen. "Alles, was in den innersten Winkeln seiner Seele bisher geschlummert hatte, wurde rege. " (VII, 37) Mariane setzt diesen Projektionsbediirfnissen Wilhelms keinerlei Widerstand entgegen.

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